Studie zeigt: Steroide nicht heilsam bei Atemwegserkrankungen

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Steroide helfe nicht gegen Husten

Besonders in den USA ist gang und gebe Steroide bei Asthma, chronisch obstruktiven Krankheiten und umkomplizierten Atemwegserkrankungen zu verschreiben. Die gute Wirksamkeit soll durch viele Studien belegt worden sein. Nun aber hat eine neue Studie des amerikanischen Ärzteblatt gezeigt, dass Steroide bei Husten und anderen Symptomen keineswegs zur Linderung beitragen.

steroideAn der OSAC-Studie (Oral Steroids for Acute Cough) nahmen insgeasmt 401 erwachsene Patienten an 54 englischen Hausarztpraxen teil. Diese Patienten haben sich mit unteren Atemwegserkrankungen mit mindestens einem Symptom in der Praxis vorgestellt. Schwerere Erkrankungen wie beispielsweise eine Pneunomie wurden von vornerein ausgeschlossen, da diese eine sofortige Behanldung erforderten. Ebenso wurden Patienten ausgeschlossen, die Asthma oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung erleideten, für die eine Behanldung mitSterodien indiziert sein könnte.

Die Personen wurden mit zehn Tabletten nach Hause entlassen. Die Einnahme sollte zwei mal täglich passieren. Bei einer Hälfte der Patienten erhielten die Tabletten 20mg Prednisol, der anderen Gruppe wurde ein Placeo mit identischem Aussehen und Geschmack verabreicht. Auf einer Skala von 0 bis 6 Punkten sollten die Patienten ihre Symtpome in eine Art Tagebuch bewerten. Primärer Fokus der Studie lag auf der Gesamtdauer des mittelschweren bis schweren Hustens an den Tagen 2 bis 4.

Alastair Hay von der Universität Bristol und ihre Mitarbeiter berichteten, dass der Husten in beiden Gruppen 5 Tage andauerte. In der Placebogruppe dauerte der Interquartilbereich 3 bis 10 Tage an, in der Prednisol-Gruppe waren es 3 – 8 Tage. Die Prednisolgruppe zeigte einen leichten Vorteil auf, d die adjustierte Hazard-Ratio 1,11 betrug. Da das Prozent-Konfidenzintervall lediglich 0.89 bis 1.39 zeige, gilt diese als nicht signifikant.