Infos zu Hausstaubmilben

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Bei den Hausstaubmilben handelt es sich um Spinnentiere. Die beiden Arten, die bei uns am häufigsten vorkommen, sind Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae. Sie sind kleiner als ein Millimeter und die Männchen sind kleiner als die Weibchen.
Je nach Art können die Weibchen in ihrem Leben bis zu 80 Eier legen. Die Lebensdauer beträgt ungefähr drei Monate.
Die aus dem Ei geschlüpften Larven durchlaufen insgesamt zwei Larvenstadien, bevor sie erwachsen sind.

milben vorbeugenDie Hausstaubmilben kommen fast nur in unseren Wohnungen vor. In der freien Natur sind sie dagegen eher selten anzutreffen. Wenn dann in Vogelnestern, von diesen sind sie ursprünglich auch in unsere Häuser gekommen. Bei uns finden wir die kleinen Milben hingegen an vielen Orten. In unseren Betten, im Sofa, in Kuscheltieren, an der Kleidung … Über die Kleidung kommen die Eier in die Wohnung.

Gefährlich sind sie für uns nicht. Sie übertragen auch keine Krankheiten. Allerdings können durch ihren Kot, ihre Eier und Milbenresten Allergien ausgelöst werden. Dies liegt an den enthaltenen Eiweißen. Durch den Hausstaub gelangen die Teilchen in unsere Atemwege. In einem Gramm Hausstaub sind um die 250.000 Kotkügelchen enthalten. Eine Hausstaubmilbe produziert etwa 20 Kotkugeln am Tag. Die Population der Hausstaubmilben in der Wohnung hat allerdings nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.

In der menschlichen Wohnung finden sie die optimalen Lebensbedingungen. Sie mögen es gerne feucht und warm. Zudem gibt es hier ihre Lieblingsspeisen, Hautschuppen und Schimmelpilze. So ist es nicht verwunderlich, dass die Hausstaubmilben am liebsten in unseren Betten wohnen. Da gibt es nicht nur reichlich Essen, sondern es ist warm und dank des menschlichen Schweißes und der Atemluft herrscht eine angenehme Luftfeuchte.

Die schwerste Zeit für Allergiker beginnt mit der kalten Jahreszeit. Es wird mehr geheizt und die Luft in den Wohnungen ist trockener. So fliegt der Hausstaub leichter durch die Luft und somit auch der in dem Staub enthalten Kot der Milben.
Einige Milben sterben durch die nun nicht mehr optimalen Bedingungen ab. Dies reicht aber nicht aus um die Population zu gefährden. Die Milben entwickeln sich nur langsamer und bleiben länger in einzelnen Stadien, sterben aber nicht aus.

Entgegenwirken kann man den Hausstaubmilben nur, wenn man seine Bettwäsche regelmäßig für eine Stunde bei 60°C wäscht. Alternativ könnte man die Bettdecke, Kissen, Kuscheltiere auch einen Tag lang einfrieren.
Empfehlenswert wäre es im Schlafzimmer auf eine kühlere Raumtemperatur zu achten. Optimalerweise um die 18°C. Auch viel lüften, am besten mehrmals am Tag soll dem Milbenwachstum entgegenwirken. Es wäre zudem ratsam so wenig wie möglich Staubfänger zu haben.